WGZ BANKIm Rahmen der Asset Allocation wird der Weg von der Formulierung eines konkreten Anlageziels bis hin zur optimalen Umsetzung beschritten (Investmentprozess). Insofern bildet die Asset Allocation zugleich auch das Bindeglied, Researchergebnisse in vielfältiger Art für die Teilnehmer an den Kapitalmärkten sinnvoll und Gewinn bringend ein- bzw. umzusetzen.
Im Einzelnen unterteilt sich dieser Prozess in drei grobe Blöcke: der Festlegung des Anlageuniversums (Assets), der Strategischen Asset Allocation und der Taktischen Asset Allocation.
Die Strategische Asset Allocation umfasst sämtliche systematischen Entscheidungen über die langfristig optimale Kapitalanlagestruktur. Vor dem Hintergrund individueller Rahmenbedingungen wird das bei gegebenem absoluten oder relativen Risiko optimale strategische Langfristportfolio bestimmt.
In der Umsetzungsphase wird im Rahmen der Taktischen Asset Allocation das strategische Portfolio mit Hilfe konkreter Einzeltitel aufgebaut. Die Auswahl der Einzeltitel stützt sich auf eine quantitative und fundamentale Analyse. Unter Berücksichtigung von Marktchancen und Zeitdiversifikationseffekten kann dabei eine bewusste, taktische Abweichung von der individuellen strategischen Vorgabe implementiert und zur Generierung einer Outperformance genutzt werden (aktives Management). Zu den klassischen Relativ-Value-Ansätzen gesellen sich in diesem Prozessschritt u.a. mathematische Verfahren zur Steuerung des absoluten und/oder relativen Risikos (Tracking Error) und zur Berechnung von Informationsmaßen, die der Beurteilung des aktiven Portfoliomanagements dienen.
In beiden Stufen des Investmentprozesses finden neben der Analyse von Finanzmarktzeitreihen moderne Methoden der Portfolio- und Informationstheorie Anwendung. Eine kontinuierliche Überwachung der Anlageentscheidung schließt sich daran an. In regelmäßigen Abständen wiederholt sich dieser Prozess und geht in einen geschlossenen Regelkreislauf über.