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Presse
 

20.03.2007 Jahresabschluss 2006: WGZ BANK mit neuen Bestmarken

  • Rekordergebnis des Vorjahres übertroffen
  • Cost-Income-Ratio: 48 %,
  • Eigenkapitalrendite vor Steuern: 20,4 %
  • Deutliche Dividendenerhöhung
  • Stärkung der Substanz
  • Bilanzwachstum von mehr als 10 %

Düsseldorf, 20. März 2007. Die WGZ BANK konnte mit dem Geschäftsjahr 2006 neue Rekordergebnisse vorlegen. Bei allen wesentlichen Kennziffern konnte die WGZ BANK sowohl in der Muttergesellschaft selbst als auch in der gesamten WGZ BANK-Gruppe erneut zulegen: Mit einer Cost-Income-Ratio von 49,9 % in der Bank und von 48 % in der Gruppe unterschreitet die WGZ BANK als eine von wenigen Banken in Deutschland die 50-%-Marke. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern in der WGZ BANK-Gruppe stieg auf 20,4 % bei einer Kernkapitalquote von 10,1 %.
Die Dividende der WGZ BANK erhöht sich auf 7,5 % (nach 7 % im Vorjahr); die Ausschüttung erreicht mit 45,3 Mio. Euro (+20 %) ein neues Rekordvolumen.
Das Betriebsergebnis nach Bewertung - Indikator der operativen Stärke - stieg in der WGZ BANK-Gruppe um 8,3 % auf 178,3 Mio. Euro. Die WGZ BANK konnte bei dieser Ergebniskomponente einen Zuwachs von 9,2 % auf 124,7 Mio. Euro verzeichnen.
Das ausgewiesene Risikoergebnis blieb mit 65,6 Mio. Euro in der Gruppe bzw. 50 Mio. Euro in der Bank auf der Höhe des Vorjahres. In beiden Positionen ist wie im Geschäftsausweis des Jahres 2005 eine erhebliche Dotierung der stillen Vorsorgereserven nach § 340 f HGB enthalten. Die operative Ertragskraft der WGZ BANK, ihr professionelles Risikomanagement, die Qualität ihrer Risikoaktiva sowie die unverändert konservative Bewertungspolitik haben hier erneut entsprechende Spielräume eröffnet.

Der Vorstand der WGZ BANK zeigte sich in seiner heutigen Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf sehr zufrieden: "Wir können mit Fug und Recht behaupten, dass wir eine starke und ungewöhnlich gut aufgestellte Bank sind", so Werner Böhnke, Vorsitzender des Vorstandes der WGZ BANK. "Und wir können auch feststellen, dass es uns gelungen ist, gegenüber dem Wettbewerb unsere Position weiter auszubauen. Unsere Ergebnisse verdeutlichen eine ausgesprochen solide und erfolgreiche Position in den verschiedenen Geschäftsfeldern und in unserem Geschäftsgebiet."
Böhnke hob dabei auch hervor, dass die Mitgliedsbanken der WGZ BANK, die Volksbanken und Raiffeisenbanken im Rheinland und in Westfalen, zusammen rd. 25 % des gesamten Geschäftsvolumens aller Genossenschaftsbanken in Deutschland erwirtschaften. "Gemeinsam mit unseren Mitgliedsbanken sind wir eine hervorragende Bankengruppe in einem hochattraktiven Gebiet im Herzen Westeuropas."
In seinem Ausblick wies Böhnke darauf hin, dass sich im ersten Quartal des laufenden Jahres die gute Entwicklung des Vorjahres fortsetzt: "Bei einem sich stabilisierenden Aufschwung erwarten wir insgesamt Ergebnisse auf dem hohen Niveau unseres Rekordjahrganges 2006."

Die Ergebnisse im Überblick

Der Zinsüberschuss der WGZ BANK-Gruppe stieg um 10,9 % auf insgesamt 359,8 Mio. Euro. Trotz der seit 2006 abgeflachten Zinsstrukturkurve überstieg auch der operative Zinsüberschuss den Vorjahreswert um 4,6 % (+12,2 Mio. Euro auf 275,2 Mio. Euro). Die laufenden Erträge aus Beteiligungen nahmen deutlicher zu: Sie stiegen um 38 % bzw. 23,5 Mio. Euro auf insgesamt 84,6 Mio. Euro. Den stärksten Zuwachs im Zinsergebnis konnte erneut die WGZ BANK selbst mit einem Plus von 14,5 % auf insgesamt 251,3 Mio. Euro verzeichnen. Aber auch die WGZ BANK Luxembourg (+33 % auf 13,3 Mio. Euro), die WGZ BANK Ireland (+13,9 % auf 21,3 Mio. Euro) sowie die WL BANK (+4,4 % auf 90,6 Mio. Euro) leisteten ihre Beiträge zum sehr guten Zinsergebnis der WGZ BANK-Gruppe.
Der Provisionsüberschuss zeigt sich auf dem hohem Niveau des Vorjahres stabil. Er stieg in der Gruppe um 2,7 % auf insgesamt 69,4 Mio. Euro. Wichtigste Säule dieser Ergebniskomponente ist der Provisionsüberschuss der WGZ BANK. Mit 66,4 Mio. Euro (-0,7 %) konnte der hervorragende Wert des Jahres 2005 wieder erreicht werden. Auch die WGZ BANK Luxembourg trug mit einem Provisionsergebnis von 16 Mio. Euro (+13,5 %) erheblich zum guten Wert der WGZ BANK-Gruppe in dieser Position bei. Die tragenden Säulen im zinsunabhängigen Geschäft sind unverändert die Überschüsse aus dem Zahlungsverkehr, die Provisionserträge aus dem Wertpapiergeschäft, Provisionen und Gebühren aus Finanzinnovationen, das Depotbankgeschäft sowie zinsunabhängige Erträge aus dem Kreditgeschäft.
Der ausgewiesene Nettoertrag aus Finanzgeschäften erreichte den sehr guten Ergebnisausweis des Jahres 2005 nicht: Er ging mit einem Minus von 39,3 % vergleichsweise deutlich auf 31,4 Mio. Euro in der Gruppe und auf 28,4 Mio. Euro (-39,7 %) in der WGZ BANK zurück. Diesem im Wesentlichen auf die Rechnungslegungssystematik zurückzuführenden Rückgang steht allerdings ein deutlich höherer Anstieg bei den Marktreserven gegenüber.
Das sonstige betriebliche Ergebnis, in dem im Wesentlichen bankfremde Erträge, z.B. aus Lizenzen oder aus Vermietungen und Verpachtungen enthalten sind, sank aufgrund einmaliger Aufwendungen auf 8,3 Mio. Euro in der WGZ BANK-Gruppe und auf 2,6 Mio. Euro in der WGZ BANK.
Der Verwaltungsaufwand der WGZ BANK-Gruppe blieb mit 225 Mio. Euro (+0,9 %) trotz des Wachstums im Jahr 2006 nahezu konstant; in der WGZ BANK ging er um 1,9 % auf 174 Mio. Euro zurück. Grund für diesen Rückgang ist vor allem der in der WGZ BANK gesunkene Personalaufwand; er ging gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Mio. Euro auf 96,2 Mio. Euro zurück. Maßgeblich hierfür ist ein Basiseffekt aus dem Jahr 2005, in dem die Zuweisungen zu den Pensionsrückstellungen infolge der Anpassung der Abzinsung von 6 % auf 4,5 % frühzeitig überproportional erhöht worden waren. Die im Verwaltungsaufwand ebenfalls enthaltenen Sachaufwendungen sind geringfügig gesunken und liegen mit insgesamt 72,5 Mio. Euro auf dem Vorjahresniveau. Als wesentliche Veränderung sind hier Rückgänge im DV-Aufwand im Zuge von Produktivitätsverbesserungen zu nennen.
Das Betriebsergebnis vor Bewertung der WGZ BANK-Gruppe stieg somit um 5,9 % auf 243,9 Mio. Euro, das der WGZ BANK stieg um 6,4 % auf 174,7 Mio. Euro.
Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich erneut, und zwar auf 48 % in der WGZ BANK Gruppe und auf 49,9 % in der WGZ BANK.

"Unser zu Beginn des Jahres 2003 bei einer Aufwands-Ertragsrelation von damals über 65 % formuliertes Ziel von 50 % haben wir damit durch konsequente Kostendisziplin auf der einen Seite, aber auch durch kontinuierliche Steigerungen unserer Erträge im operativen Geschäft erreicht. Wir sind davon überzeugt, mit den Weichenstellungen der letzten Jahre hier eine gute Arbeit geleistet zu haben", zeigte sich Böhnke sehr zufrieden mit der hohen Produktivität der WGZ BANK.

Das Risikoergebnis weisen sowohl die WGZ BANK-Gruppe mit 65,6 Mio. Euro als auch die WGZ BANK mit 50 Mio. Euro in der gleichen Höhe wie im Jahr 2005 aus. Darin enthalten ist erneut – wie im Vorjahr – eine erhebliche Stärkung der stillen Reserven für die Risikovorsorge.
Das Betriebsergebnis nach Bewertung der WGZ BANK-Gruppe stieg somit um 8,3 % auf 178,3 Mio. Euro und in der WGZ BANK um 9,2 % auf 124,7 Mio. Euro.

"Auf diese neuen Rekordwerte, mit denen wir die bereits hervorragenden Ergebnisse des Jahres 2005 übertroffen haben, glauben wir zu Recht ein wenig stolz sein zu dürfen", hob Böhnke hervor.

Im Jahresabschluss 2006 sind aufgrund einer gesetzlichen Änderung einmalige positive Steuereffekte enthalten: Die WGZ BANK-Gruppe weist mit +62,2 Mio. Euro und die WGZ BANK mit +79 Mio. Euro einen Steuerertrag aus.
Nach den steuerrechtlichen Neuregelungen kann die WGZ BANK ihr noch bestehendes Körperschaftsteuerguthaben ab dem Jahr 2008 in einem Zeitraum von zehn Jahren realisieren. Der entsprechende Betrag von 106,5 Mio. Euro ist bereits für den Jahresabschluss 2006 zu aktivieren.
Die WGZ BANK verwendet den skizzierten positiven steuerlichen Einmaleffekt nicht zur Erhöhung des Jahresüberschusses, sondern vollständig zur weiteren erheblichen Stärkung der Substanz der WGZ BANK: Der Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340 g HGB wird um insgesamt 110 Mio. Euro erhöht. Damit erreicht dieser Fonds ein Volumen von 536 Mio. Euro.
Somit weisen die WGZ BANK-Gruppe einen Jahresüberschuss von 129,9 Mio. Euro (+3,9 %) und die WGZ BANK von 95,3 Mio. Euro (+8,4 %) aus.

Die Bilanzsumme der WGZ BANK-Gruppe stieg mit 10,4 % erneut im zweistelligen Bereich auf nunmehr 81,2 Mrd. Euro. Wie im Jahr 2005 geht dieses Wachstum in der Gruppe in großem Umfang auf die WL BANK zurück, deren Ausbau des Kommunalgeschäfts ein wichtiger Faktor für das Wachstum der gesamten Gruppe ist. Die Bilanzsumme der WGZ BANK nahm um 5,5 % auf 38,6 Mrd. Euro zu; ihr Wachstum ist vor allem getragen vom stärkeren Geschäft mit ihren Mitgliedsbanken. So stiegen die Forderungen der WGZ BANK an die Mitgliedsbanken um 6,6 % auf 11 Mrd. Euro, die von den Mitgliedsbanken bei ihrer Zentralbank gehaltenen Einlagen wuchsen sogar um 12,9 % auf 9,9 Mrd. Euro.
Darüber hinaus ist die Bilanz der WGZ BANK-Gruppe zum Stichtag 31.12.2006 geprägt von einer Ausweitung des Kundengeschäfts – sowohl auf der Einlagenseite als auch bei den Forderungen – sowie von einem weiteren Aufbau der Wertpapierposition.
Die Gewinnverwendung sieht neben der vorgeschlagenen Dividendenerhöhung eine erneute Aufstockung der Rücklagen um 50 Mio. Euro (wie im Vj.) vor. Unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Hauptversammlung erhöht sich das bilanzielle Eigenkapital der WGZ BANK-Gruppe auf 3,1 Mrd. Euro (+5,7 %). Das Kernkapital steigt um 10 % auf 2,1 Mrd. Euro; die Kernkapitalquote beträgt dann 10,1 % nach 9,7 % im Jahr zuvor.
Die Eigenkapitalrendite vor Steuern der WGZ BANK-Gruppe liegt bei 20,4 % nach 17,4 % im Jahr 2005, die der WGZ BANK beträgt zum Jahresultimo 16,9 % nach 13,7 %.

Marktoffensive

Die wirtschaftliche Stärke der WGZ BANK aus ihren operativen Erträgen sowie aus ihrer starken Substanz waren für den Vorstand mit dafür entscheidend, gemeinsam mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken im Rheinland und in Westfalen eine Marktoffensive vorzubereiten. Dafür stellt die WGZ BANK ein Investitionsbudget von 50 Mio. Euro für gemeinsame Marktaktivitäten und entsprechende Projekte zur Verfügung.
"Wir erleben, dass sich viele Banken wieder massiv für den so genannten Retail-Kunden und für die mittelständische Wirtschaft interessieren. Die Volksbanken und Raiffeisenbanken, die sich unter Verzicht auf strategische Kapriolen als verlässlicher Partner dieser Zielkunden gezeigt haben, müssen sich in diesem Wettbewerb behaupten – vielleicht noch stärker als bisher", wies Böhnke auf die Notwendigkeit und die große Bedeutung der Marktoffensive hin.
In den am vergangenen Freitag zu Ende gegangenen Regionalkonferenzen der WGZ BANK, in denen in großer Geschlossenheit und in sehr guter Atmosphäre alle aktuellen Themen diskutiert wurden, haben die Vertreter der Mitgliedsbanken die geplante Marktoffensive einhellig begrüßt.
Die WGZ BANK wird sich nun gemeinsam mit Vertretern der Primärstufe sowie mit dem Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband und der GAD an die Handlungsfelder begeben und zügig mit der Ausarbeitung von Konzepten und ihrer Umsetzung beginnen.
"Wir wollen und werden die notwendigen Veränderungen vorantreiben. Und das erreicht man bekanntermaßen immer am besten aus einer Position der Stärke heraus", formulierte Böhnke mit Blick auf die Umsetzung der angestoßenen Marktoffensive.

Ertragslage WGZ BANK-Gruppe
  2005 Mio. Euro 2006 Mio. Euro (vorläufig) Veränderung in %
Zinsüberschuss 324,3 359,8 10,9
Provisionsüberschuss 67,6 69,4 2,7
Nettoertrag aus Finanzgeschäften 51,7 31,4 -39,3
Sonstiges betriebliches Ergebnis 9,8 8,3 -15,3
Verwaltungsaufwand -223,0 -225,0 0,9
Betriebsergebnis vor Risikovorsorge 230,4 243,9 5,9
Risikovorsorge * -65,7 -65,6 -0,2
Betriebsergebnis 164,7 178,3 8,3
Saldo sonstiges Geschäft 5,5 -0,6 ****
Einstellung in Fonds für allgemeine Bankrisiken 0,0 -110,0 ****
Steuern -45,2 62,2 ****
Jahresüberschuss 125,0 129,9 3,9
Cost-Income-Ratio (%) 49,2 48,0 -2,4

* inkl. Dotierung stiller Reserven

Ertragslage WGZ BANK
  2005 Mio. Euro 2006 Mio. Euro (vorläufig) Veränderung in %
Zinsüberschuss 219,5 251,3 14,5
Provisionsüberschuss 66,9 66,4 -0,7
Nettoertrag aus Finanzgeschäften 47,1 28,4 -39,7
Sonstiges betriebliches Ergebnis 8,0 2,6 -67,5
Verwaltungsaufwand -177,3 -174,0 -1,9
Betriebsergebnis vor Risikovorsorge 164,2 174,7 6,4
Risikovorsorge * -50,0 -50,0 0,0
Betriebsergebnis 114,2 124,7 9,2
Saldo sonstiges Geschäft 64,5 1,6 ****
Einstellung in Fonds für allgemeine Bankrisiken -65,6 -110,0 67,7
Steuern -25,2 79,0 ****
Jahresüberschuss 87,9 95,3 8,4
Cost-Income-Ratio (%) 51,9 49,9 -3,9

* inkl. Dotierung stiller Reserven



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